VERICUT Advanced Machine Features

Posted By webmaster On 6th June 2006 @ 16:30 In Products | Comments Disabled

Neue Bearbeitungstechniken und Steuermöglichkeiten erfordern höhere Simulationsanforderungen. VERICUT unterstützt:

CNC-Steuerfunktionen zur Rotation oder Definition von 3D-Koordinatensystemen und Offsets
Neuere CNC-Steuerungen enthalten Transformationsroutinen, die es dem NC-Programm ermöglichen, unabhängig von der Konfiguration der physischen Maschinenachsen zu agieren. Diese Funktionen setzen voraus, dass VERICUT das NC-Programm liest und dieselben Umwandlungen ausführt, um die „virtuellen“ Achsen zu bewegen. Manche dieser komplexen Transformationen erzeugen ein zweites Koordinatensystem, wie etwa TRANS, ROT, ATRANS und AROT auf der Siemens 840D-Steuerung, oder CYCLE DEF 19.1 auf der Heidenhain TNC-Steuerung.
Manche Transformationen ermöglichen die Programmierung im Koordinatensystem eines virtuellen „Werkstücks“, wie z. B. TRAORI auf der Siemens 840D-Steuerung, oder M128 auf der Heidenhain TNC-Steuerung. Andere Steuerungsfunktionen ermöglichen die dynamische Positionsanpassung von Arbeits-Offsets an Drehachsenpositionen, wie etwa G54.2 von Fanuc.

Automatische Werkstückübergabe zwischen Aufspannungen
Werkzeugmaschinen, die das Werkstück von einer Aufspannung oder Bearbeitungsstation zu einer anderen übergeben (etwa zwischen Hauptspindel und Gegenspindel einer Drehmaschine) erfordern eine komplexere Simulation. Ein- und Ausspannen des Werkstücks mit Aufspannungen oder anderen automatischen Haltevorrichtungen. VERICUT besitzt außerdem die Fähigkeit, die automatische Übergabe des bearbeiteten Werkstoffs zwischen den Aufspannungen zu simulieren. Bei Drehprozessen kann das Werkstück in zwei Teile geteilt werden, genau so, als ob ein Werkstück in die Gegenspindel einer Drehmaschine eingespannt und abgetrennt würde.

Mehrkanalprogrammierung und Synchronisierung für Index® Fräs-/Drehbearbeitungs-Center
Die Dreh-Fräsbearbeitungsmaschinen von Index verwenden eine einzigartige Programmierlösung zur Steuerung und Synchronisation von Gruppen mit verschiedenen Achsen, den so genannten „Kanälen“. Die Mehrfachkanäle von Index werden über ein Hauptprogramm programmiert, das Unterprogramme für jeden Kanal aufruft. In der VERICUT-Simulation werden die Achsen für jedes Untersystem (Kanal) von einem Unterprogramm angesteuert, das mit einem weiteren Untersystem synchronisiert ist, welches wiederum von einem anderen Unterprogramm angesteuert wird.
 
Plandrehkopf (oder „programmierbare Bohrstange“)
Ein Plandrehkopf ist der Kopf einer Fräsmaschine oder ein Spindelaufsatz, der eine programmierbare lineare Achse senkrecht zur Spindelachse enthält. Ein Plandrehkopf wird normalerweise auf großen horizontalen Bearbeitungszentren eingesetzt, so etwa bei Maschinen von Giddings & Lewis, DS Technologies, Ingersoll, Waldrich Coburg, und anderen Herstellern. Das auf dem Plandrehkopf befestigte Werkzeug ist ein Drehmeißel oder eine Bohrstange. Bei der Simulation der Plankopfbewegung muss VERICUT alle an die Spindel angeschlossenen Komponenten berücksichtigen und mit dem rotierenden Werkzeug das Material entfernen.
 
CNC-Steuerungen, mit denen Werkzeugachsen unter Verwendung von IJK-Werkzeugachsenvektoren programmiert werden können
Moderne CNC-Steuerungen ermöglichen die Programmierung der Drehachsen einer Werkzeugmaschine durch Angabe der Orientierung des Werkzeugs in Relation zum Werkstück mittels IJK-Vektoren, anstatt mit der herkömmlichen Direktprogrammierung der A-, B- oder C-Achswinkel. Die CNC-Steuerung leistet die Arbeit, die normalerweise vom Postprozessor übernommen wird. Bei der Simulation dieser Bewegung muss eine gleichwertige Berechnung erfolgen, damit die virtuellen Maschinenachsen von VERICUT angesteuert werden. Advanced Machine Features ermöglicht VERICUTs Umrechnungsfunktion von IJK zu ABC.
 
Drehprozesse, die nicht symmetrisch über der Drehspindel liegen, wie beim Drehen von Kurbelwellen
Bei manchen Bearbeitungsvorgängen werden spezielle Drehprozesse verwendet, die nicht symmetrisch entlang der Drehmaschinenspindel verlaufen. Diese asymmetrischen Drehprozesse, wie beispielsweise das Drehen des Pleuelstangensitzes an der Kurbelwelle eines Motors, lassen sich in VERICUT simulieren. VERICUT unterstützt außerdem das Entfernen von Material ohne Drehprozess bei Verwendung eines nicht drehenden Werkzeugs, wie z.B. beim Räumen.
 
Maschinen mit Parallelkinematik
Manche Werkzeugmaschinen richten die Werkzeugachse mit Hilfe eines Verknüpfungsmechanismus aus, anstatt die herkömmlichen Drehachsen zu verwenden. Dies wird allgemein als „Parallelkinematik“ bezeichnet. VERICUT simuliert insbesondere den Ecospeed®-Stativkopf von DS Technologies. Weitere Kinematiken auf Anfrage erhältlich.
 
Stopp bei Kontakt
VERICUT unterstützt die Anweisungen an Maschinenkomponenten, sich so lange zu bewegen, bis sie Kontakt zu anderen Komponenten haben. Es ist beispielsweise mit einer Funktion möglich, den Vorschub in einer Drehmaschine zu simulieren, bei dem das Werkstück so weit vorgeschoben wird, bis es auf einen Anschlag trifft, oder automatische Vorrichtungen zu simulieren, wie z. B. eine programmierbare Lünette, die ihre Rollen so weit vorschiebt, bis sie das Werkstück berühren.


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